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<title>Eunuch</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Eunuch</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Ein <b>Eunuch</b> (von <a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a> εὐνοῦχος <i>eunouchos</i>, von εὐνή <i>eunē</i> „Bett“, und ἔχω <i>echō</i> „ich hüte, ich bewache“) ist ein Mensch <a href="M%C3%A4nnliches_Geschlecht" title="Männliches Geschlecht">männlichen Geschlechts</a> (Kind, Jugendlicher oder Erwachsener), der einer <a href="Kastration" title="Kastration">Kastration</a> unterzogen wurde. Das Phänomen kam zu fast allen Zeiten der Weltgeschichte in vielen Kulturen vor. An vielen Höfen früherer Kulturen, besonders in <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">Byzanz</a> und im <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">Kaiserreich China</a>, waren zum <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">Hofstaat</a> gehörige sogenannte „Palasteunuchen“ begehrt und geschätzt. Teilweise wird oder wurde Eunuchen auch der <a href="Penektomie" title="Penektomie">Penis entfernt</a>. Weil die Kastration in der Regel im Knabenalter vollzogen wurde, haben viele Knaben wegen des hohen Blutverlustes und durch <a href="Infektion" title="Infektion">Wundinfektionen</a> den Eingriff nicht überlebt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Folgen_der_Kastration">Folgen der Kastration</h2></div>
<p>Man unterscheidet zwischen <a href="Kastrat" title="Kastrat">Frühkastraten</a> (kastriert vor oder während der <a href="Pubert%C3%A4t" title="Pubertät">Pubertät</a>) und Spätkastraten (nach dem 20./25. Lebensjahr kastriert). Die Kastration ist am folgenschwersten, wenn sie vor der Pubertät vorgenommen wird, wobei manche, aber nicht alle Folgen im Verlauf der Pubertät allmählich abnehmen. Bei der Kastration Erwachsener bleiben die Veränderungen der Pubertät (z. B. <a href="Stimmwechsel" title="Stimmwechsel">tiefere Stimme</a>, Knochenform, <a href="Bartwuchs" class="mw-redirect" title="Bartwuchs">Bartwuchs</a> und die Ausprägung der Genitalien) erhalten oder bilden sich kaum zurück.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Soziale_Stellung_von_Eunuchen">Soziale Stellung von Eunuchen</h2></div>
<p>Die <a href="Entmannung" title="Entmannung">Entmannung</a> konnte einerseits eine schwere, höchst entehrende <a href="Strafe" title="Strafe">Strafe</a> sein oder andererseits zu bestimmten Ämtern erst befähigen. Einem Eunuchen war es deshalb möglich, zu hohen Ehren und großem Ansehen zu gelangen, da er beispielsweise für einen Herrscher nicht als „biologischer“ Rivale in Betracht kam. Dies galt für den Bereich der <a href="Ehefrau" class="mw-redirect" title="Ehefrau">Frau(en)</a> des Herrschers und in Bezug auf dessen Nachkommen, deren Bestand stets gegen <a href="Rivale" class="mw-redirect" title="Rivale">Rivalen</a> zu sichern war. Im <a href="Assyrisches_Reich" title="Assyrisches Reich">assyrischen Reich</a> konnten Eunuchen in die höchsten Hofämter aufsteigen. So war Mutakkil-Marduk als oberster Eunuch sogar <a href="Eponymenliste" title="Eponymenliste">Eponymenbeamter</a> für die Zeitspanne von 798 bis 797 v. Chr.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> standen Eunuchen im <a href="Politik" title="Politik">politischen</a> und <a href="Gesellschaft_(Soziologie)" title="Gesellschaft (Soziologie)">gesellschaftlichen</a> Bereich im Rang von <a href="Minister" title="Minister">Ministern</a>, in <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">Byzanz</a> konnten sie hohe <a href="Offizier" title="Offizier">Offiziere</a> werden. Bei den <a href="Osmanisches_Reich" title="Osmanisches Reich">Osmanen</a> und in <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">China</a> waren sie vor allem als „Palasteunuchen“ geschätzt. Der Begriff Eunuch selbst ist abgeleitet von der Rolle als Wächter im <a href="Harem" title="Harem">Harem</a>, beziehungsweise „Schützer des ehelichen Bettes“ eines <a href="Herrscher" title="Herrscher">Potentaten</a>. Einzelnen Eunuchen gelang es darüber hinaus – wie dem chinesischen Admiral <a href="Zheng_He" title="Zheng He">Zheng He</a> –, in hohe politische und <a href="Milit%C3%A4r" title="Militär">militärische</a> Ämter zu gelangen.
</p><p>Besonders im <a href="Barock" title="Barock">Barock</a> verehrte man <a href="Kastrat" title="Kastrat">Kastraten</a> wegen ihrer <a href="Gesang" title="Gesang">Gesangsstimme</a>, die man als überirdisch schön empfand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Eunuchen_in_verschiedenen_Kulturen">Eunuchen in verschiedenen Kulturen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kybelekult">Kybelekult</h3></div>
<div style="clear:left;">
</div>
<p>Im religiösen Bereich standen sogenannte Eunuchen in verschiedenen <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> in hohem Ansehen: in der Antike etwa die <i><a href="Galloi" title="Galloi">Galloi</a></i> oder <i>Galli</i> im Kult der <a href="Kybele" class="mw-redirect" title="Kybele">Kybele</a>. Diese unterschieden sich allerdings insofern von <i>normalen</i> oder echten Eunuchen (wie Haremswächtern oder Kastratensängern) dadurch, dass sie als Frauen lebten und die Kastration selber wünschten oder sogar in besonderen <a href="Ritus" title="Ritus">Riten</a> selber vornahmen. Gegenstand der Diskussion ist, inwieweit und in welchem Umfang es sich bei Galloi nach heutigem Verständnis um <a href="Transmensch" class="mw-redirect" title="Transmensch">Transmenschen</a> handelte, die sich eigentlich als Frau fühlten und daher diesen Lebensweg beschritten,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wie es bei den heute noch existierenden <a href="Hijra" title="Hijra">Hijras</a> in <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> festzustellen ist.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als sich der Kult der Kybele von <a href="Kleinasien" title="Kleinasien">Kleinasien</a> aus über das gesamte <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römische Reich</a> verbreitete,<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verbreitete sich auch die Prozedur der <a href="Selbstverst%C3%BCmmelung" title="Selbstverstümmelung">Selbstverstümmelung</a>. Jedes Jahr zur Zeit des Frühlingsfestes fanden rauschhafte Festzüge der Priester und Anhänger Kybeles statt, bei denen sich „Jünglinge“ in Frauenkleidern mit einem Zeremonienschwert oder scharfkantigen Gegenständen die <a href="Genitalien" class="mw-redirect" title="Genitalien">Genitalien</a> abschnitten, die sie dann in die Menge der Zuschauer warfen. Diese mussten den Eunuchen-Neuling dann mit Frauenkleidern ausstatten. Von Eunuchen-Priestern ist überliefert, dass es infolge der Kastration häufig zu einer dauerhaften <a href="Harninkontinenz" title="Harninkontinenz">Blasenschwäche</a> kam.
</p>
<div style="clear:left;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hijrakult">Hijrakult</h3></div>
<p>In <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> und anderen südasiatischen Ländern wie <a href="Pakistan" title="Pakistan">Pakistan</a> und <a href="Bangladesch" title="Bangladesch">Bangladesch</a> hat sich bis in die Gegenwart ein ähnliches Phänomen wie die antiken Galloi erhalten: die <a href="Hijra" title="Hijra">Hijra</a>, die ebenfalls im kultischen Dienst einer <a href="G%C3%B6ttin" title="Göttin">Göttin</a> stehen. Sie wurden in Indien (1994) und Pakistan (2009) offiziell als „<a href="Drittes_Geschlecht" title="Drittes Geschlecht">drittes Geschlecht</a>“ anerkannt (vergleiche <a href="Drittes_Geschlecht#Gegenwart" title="Drittes Geschlecht">Liste von dritten Geschlechtern</a>).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von der übrigen Gesellschaft werden sie häufig verachtet, aber wegen ihrer angeblichen <a href="Magie" title="Magie">magischen</a> Fähigkeiten auch gefürchtet. Viele Hijras sind keine Eunuchen im Sinne eines kastrierten Mannes, sondern Transmenschen mit einer weiblichen <a href="Geschlechtsidentit%C3%A4t" title="Geschlechtsidentität">Geschlechtsidentität</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie sind oft extremen <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechtsverletzungen</a> ausgesetzt, teils auch durch die indische Polizei und Behörden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="LGBT" title="LGBT">LGBT</a>-Historiker und <a href="Menschenrechtler" class="mw-redirect" title="Menschenrechtler">Menschenrechtsaktivisten</a> haben bereits versucht, die Hijra als transgeschlechtlich einzustufen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So forderten Hijra und andere Trans-Aktivisten 2013/2014 in einer Reihe von Treffen des Transgender-Experten-Komitees von Indiens Ministerium für Soziale Gerechtigkeit und Ermächtigung <i>(Ministry of Social Justice and Empowerment)</i>, dass die Bezeichnung „Eunuch“ (englisch <i>eunuch</i>) aus dem Gebrauch in staatlichen Dokumenten gestrichen werde, da sich die Gemeinschaft der Hijra nicht mit dieser Bezeichnung identifiziert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="China">China</h3></div>
<p>Schon für die vorkaiserzeitliche Periode finden sich im <i><a href="Zhouli" class="mw-redirect" title="Zhouli">Zhouli</a></i> Hinweise auf Kastraten (<i>yān rén</i> 奄人).<sup id="cite_ref-U._Jugel_1976_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-U._Jugel_1976-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">Kaiserreich China</a> (221 v. Chr. bis 1911) war Männern der Zutritt in den inneren Bereich der kaiserlichen Paläste nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Es gab daher in den Herrscherpalästen Eunuchenbeamte, die auf Chinesisch allgemein als <i>huàn guān</i> 宦官 (Beamteter Eunuche) bezeichnet wurden und werden.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der <a href="Qing-Dynastie" title="Qing-Dynastie">Qingzeit</a> (1644–1911 n. Chr.) wurde die Bezeichnung <i>tài jiān</i> 太監, die sich ursprünglich nur auf ganz bestimmte Beamte der <a href="Tang-Dynastie" title="Tang-Dynastie">Tangzeit</a> (618–906 n. Chr.) bezog, als allgemeiner Begriff für alle Eunuchen verwendet. Daneben gab es zu allen Zeiten noch viele andere Alternativbezeichnungen für Eunuchen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eunuchen kamen aus vielen verschiedenen sozialen Umständen. Vor der <a href="Sui-Dynastie" title="Sui-Dynastie">Suizeit</a> (581–618 n. Chr.) wurden Eunuchen hauptsächlich aus Kriegsgefangenen und Geiseln aus Nachbarländern rekrutiert.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Tangzeit und <a href="Ming-Dynastie" title="Ming-Dynastie">Mingzeit</a> (1368–1644 n. Chr.) gab es auch kastrierte Sklaven aus weit entfernten Provinzen Chinas, die dem Kaiserhof oder auch dem Adel oder den Provinzgouverneuren als Tributgabe dargebracht wurden. Nach der Tangzeit wurde die Eunuchenversorgung normalerweise durch Knaben aufrechterhalten, die von ihren eigenen Eltern bereits kastriert oder noch unkastriert verkauft wurden, sowie durch Erwachsene, die sich freiwillig selbst kastrierten, um eine Anstellung bei Hofe zu erhalten und wirtschaftlicher Armut zu entgehen. Die Selbstkastration war besonders in der Qingzeit (1644–1911) verbreitet. Erhielten diese Kastraten einen Posten im Palast, egal ob beabsichtigt oder nicht, bedeutete das für die ganze Familie Lebensunterhalt und Sozialprestige.<sup id="cite_ref-U._Jugel_1976_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-U._Jugel_1976-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Prozedur selbst wurde in der Regel von dafür ausgebildeten Kastrateuren ohne <a href="An%C3%A4sthesie" title="Anästhesie">Betäubung</a> durchgeführt. Da jedoch eine Kastration allein die Erektionsfähigkeit nicht völlig ausschließt, wurde am chinesischen Kaiserhof die Kastration zusammen mit einer <a href="Penektomie" title="Penektomie">Penektomie</a> gefordert.
</p><p>Beamtete Eunuchen gehörten zum kaiserlichen Hofstaat oder den Haushalten der <a href="Prinz" title="Prinz">Prinzen</a>, auch in der <a href="Verbotene_Stadt" title="Verbotene Stadt">Verbotenen Stadt</a> selbst lebten und arbeiteten sogenannte „Palasteunuchen“. Sie verrichteten verschiedenste Tätigkeiten, beispielsweise als <a href="Minister" title="Minister">Minister</a> und Berater, als <a href="Harem" title="Harem">Haremswächter</a> und Badediener, als <a href="S%C3%A4nfte" title="Sänfte">Sänftenträger</a>, Boten und <a href="Herold" title="Herold">Herolde</a> und als Hausdiener etc. Eunuchen verrichteten aber auch alle möglichen niederen Dienstleistungen als Köche, Reinigungskräfte, Gärtner, Stallburschen, Parkwächter, Schneider, Manufakturarbeiter u. a.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vor allem der kriegerische <a href="Han_Wudi" title="Han Wudi">Kaiser der Han</a> (reg. 141–87 v. Chr.) und seine Nachfolger verstärkten die Präsenz von Eunuchen in ihren Privatgemächern, wo gewöhnlich außer dem Herrscher kein „richtiger Mann“, also auch kein regulärer Beamter, sondern nur Frauen (beispielsweise <a href="Hofdame" title="Hofdame">Hofdamen</a>, <a href="Zofe" title="Zofe">Zofen</a> und <a href="Konkubinat" title="Konkubinat">Konkubinen</a>) und Eunuchen anwesend sein durften. Insofern sind Haremsdienst, persönliche Beratertätigkeit und die Informationsübermittlung zwischen Privatgemächern und den äußeren, öffentlicheren Teilen des Palastes, die Entgegennahme von Eingaben an den Herrscher und die Verkündung seiner Erlasse, und darauf aufbauend die politischen Einflussmöglichkeiten von dem Herrscher nahestehenden Eunuchen (oft auch identisch mit seinen Erziehern seit frühester Kindheit) eng miteinander verwoben.
</p><p>Während der Regierungsperiode des <a href="Kangxi" title="Kangxi">Kangxi-Kaisers</a> (reg. 1662–1722 n. Chr.) waren speziell die Eunuchen des „Gemachs für ehrwürdige Angelegenheiten“ (<i>jìng shì fáng</i> 敬事房) für die Verwaltung und penible Buchführung des kaiserlichen <a href="Beischlaf" class="mw-redirect" title="Beischlaf">Beischlafs</a> zuständig.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während der Qingzeit wurden die kaiserlichen Eunuchen in 48 Abteilungen unterteilt, denen Anzahl, Aufgabenbereiche und auch die konkreten Tätigkeiten in bestimmten Palästen oder Abteilungen vorgeschrieben waren.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In dem kaiserlichen Palastkomplex lebten die Palasteunuchen in strengen <a href="Hierarchie" title="Hierarchie">Hierarchien</a>. Zuoberst standen die Generaleunuchen, die sich neben den kaiserlichen Zuwendungen noch andere Einkünfte sichern konnten, teilweise auch durch Betrügereien. Einige Generaleunuchen führten wegen dieser Einkünfte einen Lebensstil wie <a href="Adel" title="Adel">Adelige</a>, sollen sogar mit Frauen zusammengelebt haben und besaßen die Befehlsgewalt über die Obereunuchen. Auch diese bezogen ein kaiserliches Gehalt, von dem sie leben konnten, und sie hatten Befehlsgewalt über die gewöhnlichen Eunuchen. Diese wiederum waren in verschiedene Ränge unterteilt und verrichteten die „niederen“, körperlichen Arbeiten etwa als Köche, Sänftenträger oder als Hausdiener. Ihre Einkünfte waren oftmals gering und sie führten ein ärmliches Leben. Am schlechtesten unter ihnen erging es den <i>Sulas</i>, den einfachen Putzsklaven der Verbotenen Stadt. Als weitere Besonderheit chinesischer Palasteunuchen der Verbotenen Stadt durften diese, wenn sie beispielsweise wegen einer Verfehlung entlassen wurden, im Gegensatz zu den bei den Prinzen beschäftigten Eunuchen nirgendwo anders angestellt werden. Besonders die <i>Sulas</i> gerieten deshalb in Armut, wurden zu Bettlern und starben den Hungertod.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Des Weiteren unterschied man in der Verbotenen Stadt noch „Jungeunuchen“, auch „Eunuchen-Neulinge“ genannt. Sie waren erst kurz zuvor kastriert und penektomiert worden, anschließend in den Kaiserpalast gekommen und verrichteten meistens niedere Arbeiten wie etwa als <a href="S%C3%A4nfte" title="Sänfte">Sänftenträger</a> oder Küchendiener.
</p><p>Obwohl im Laufe der chinesischen Geschichte immer wieder Wert auf die Beschränkung der Macht der Eunuchen gelegt wurde,<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sind viele Eunuchen bekannt, die eine wichtige Rolle in der Politik gespielt haben. So bedachte man im 14. Jahrhundert den chinesischen Eunuchen <a href="Zheng_He" title="Zheng He">Zheng He</a> mit höchsten Ehren, indem er <a href="Admiral" title="Admiral">Admiral</a> der <a href="Flotte_(Marine)" title="Flotte (Marine)">Flotte</a> wurde und auf kaiserlichen Befehl hin Teile des <a href="Pazifik" class="mw-redirect" title="Pazifik">Pazifischen Ozeans</a> und <a href="S%C3%BCdostasien" title="Südostasien">Südostasien</a> erforschte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Judentum">Judentum</h3></div>
<p>Im <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a> ist die Kastration („Verschneidung“) dagegen strikt verboten, sogar die von Tieren. Ein Eunuch durfte nach dem Gesetz des <a href="Mose" title="Mose">Mose</a> auch nicht als <a href="Konversion_(Religion)" title="Konversion (Religion)">Konvertit</a> aufgenommen werden; er war vom Tempel<a href="Gottesdienst" title="Gottesdienst">gottesdienst</a> ausgeschlossen und durfte allenfalls den äußeren Vorhof des <a href="Jerusalemer_Tempel" title="Jerusalemer Tempel">Jerusalemer Tempels</a> betreten. Dazu im 5. Buch Mose, Kapitel 23, Vers 2 (<a href="Deuteronomium" title="Deuteronomium"><span style="white-space:nowrap;">Dtn</span></a> 23,2 ): „Kein Entmannter oder Verschnittener soll in die Gemeinde des Herrn kommen.“
</p><p>Erst allmählich bahnte sich eine Änderung dieser Auffassung an:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Und der Fremde, der sich dem Herrn zugewandt hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich getrennt halten von meinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum. Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine <a href="Schabbat" title="Schabbat">Sabbate</a> halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <cite style="font-style:normal"><a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a>: <a href="Jesaja" title="Jesaja">Jesaja</a> und <a href="Weisheit" title="Weisheit">Weisheit</a></cite><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Christentum">Christentum</h3></div>
<p><a href="Jesus_Christus" title="Jesus Christus">Jesus</a> thematisiert die Eunuchen in Matthäus 19,12:
</p><p>„Denn es gibt Verschnittene, die von Geburt an so sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!“
</p><p>Der äthiopische <a href="Eunuch_der_Kandake" title="Eunuch der Kandake">Eunuch der Kandake</a>, ein Würdenträger bei Hofe, war laut der biblischen <a href="Apostelgeschichte" class="mw-redirect" title="Apostelgeschichte">Apostelgeschichte</a> (<a href="Apostelgeschichte_des_Lukas" title="Apostelgeschichte des Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Apg</span></a> 8,27-40 ) der erste <a href="Heidentum" title="Heidentum">Heide</a>, der getauft wurde.
</p><p>In der Geschichte des <a href="Christentum" title="Christentum">Christentums</a> durften seit ältester Zeit Männer, die sich freiwillig hatten kastrieren lassen, keine Weiheämter wie das Priestertum empfangen. Unfreiwillig Kastrierten war dies laut <a href="Erstes_Konzil_von_Nic%C3%A4a" title="Erstes Konzil von Nicäa">Erstem Konzil von Nicäa 325</a> dagegen erlaubt. Die <a href="Taufe" title="Taufe">Taufe</a> eines Eunuchen war gestattet. Der Pariser Logiker <a href="Petrus_Abaelardus" title="Petrus Abaelardus">Abaelard</a> empfing nach seiner unfreiwilligen Kastration und dem Klostereintritt 1119 noch die Priesterweihe,<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde Abt und setzte sein streitbares Philosophenleben fort.
</p><p>Seit der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a> und später, vor allem im <a href="Barock" title="Barock">Zeitalter des Barock</a>, wurden in <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> Knaben vor Beginn der Pubertät kastriert, um ihnen eine Laufbahn als <a href="Oper" title="Oper">Opern</a>- oder Kirchenchorsänger zu ermöglichen (sogenannte <a href="Kastrat" title="Kastrat">Kastraten</a>). Kastraten traten im 12. Jahrhundert als Kirchensänger in der griechischen Kirche auf, in den spanischen Kirchen ab dem 16. Jahrhundert. Der spanische Kastrat Francesco Soto sang ab 1562, der italienische Girolamo Rossini seit 1579 im <a href="P%C3%A4pstlicher_Chor_der_Sixtinischen_Kapelle" title="Päpstlicher Chor der Sixtinischen Kapelle">Päpstlichen Chor der Sixtinischen Kapelle</a>. Erst Papst <a href="Pius_X." title="Pius X.">Pius X.</a> schrieb am 22. November 1903 in seinem <a href="Motu_Proprio" class="mw-redirect" title="Motu Proprio">Motu Proprio</a> <i><a href="Tra_le_sollecitudini" title="Tra le sollecitudini">Tra le sollecitudini</a></i> („Über die <a href="Kirchenmusik" title="Kirchenmusik">Kirchenmusik</a>“) vor, zur Besetzung von <a href="Sopran" title="Sopran">Sopran</a>- und <a href="Alt_(Stimmlage)" title="Alt (Stimmlage)">Altstimmen</a> allein Knaben einzusetzen, und verbot damit praktisch die Beschäftigung von Kastraten in Kirchenchören.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Verbot entzog der Kastrationspraxis zur Förderung einer Sängerkarriere die Basis.
</p><p>Zu religiösen Entmannungen im Christentum siehe auch: <a href="Skopzen" title="Skopzen">Skopzen</a> und <a href="Uta_Ranke-Heinemann" title="Uta Ranke-Heinemann">Uta Ranke-Heinemanns</a> Buch <i><a href="Eunuchen_f%C3%BCr_das_Himmelreich" title="Eunuchen für das Himmelreich">Eunuchen für das Himmelreich</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Palasteunuchen_in_Byzanz">Palasteunuchen in Byzanz</h3></div>
<p>Auch im <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">byzantinischen Reich</a> hatten Eunuchen teilweise hohe Posten wie beispielsweise <a href="K%C3%A4mmerer" title="Kämmerer">Kämmerer</a> oder als <a href="Truppenteil" title="Truppenteil">Truppen</a><a href="Befehlshaber" title="Befehlshaber">befehlshaber</a> inne, so auch <a href="Narses" title="Narses">Narses</a>, ein <a href="General" title="General">General</a> des oströmischen <a href="Kaiser" title="Kaiser">Kaisers</a> <a href="Justinian_I." title="Justinian I.">Justinian I.</a>
</p><p>Byzantinischen Eunuchen wurden in der Regel nur die Hoden entfernt, eine zusätzliche <a href="Penektomie" title="Penektomie">Penisentfernung</a> war eine Seltenheit. Offiziell war die Kastration in Byzanz verboten, der <a href="Import" title="Import">Import</a> von <a href="Sklaverei" title="Sklaverei">Eunuchensklaven</a> aus dem Ausland war jedoch erlaubt. Es wurden allerdings auch freigeborene, byzantinische Knaben kastriert, da Eunuchen hohe Ämter in Staat und Kirche erreichen konnten. Sogar einige <a href="Patriarch" title="Patriarch">Patriarchen</a> waren Eunuchen. Anfang des 9. Jahrhunderts wurden mehrfach die Söhne gestürzter Kaiser kastriert. Diese Jungen mussten sich entmannen lassen, damit sie nicht mehr zur Thronfolge fähig waren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sklavenhandel_im_Mittelalter">Sklavenhandel im Mittelalter</h3></div>
<p>Im <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalter</a> wurden <a href="Heidentum" title="Heidentum">heidnische</a> <a href="Slawen" title="Slawen">Slawen</a>, die im Zuge der Slawenkriege und der <a href="Hochmittelalterliche_Ostsiedlung" title="Hochmittelalterliche Ostsiedlung">deutschen Ostsiedlung</a> gefangen worden waren, <a href="Sklaverei_in_Deutschland" title="Sklaverei in Deutschland">in Deutschland versklavt</a>. Von <a href="Geschichte_der_Juden_in_Deutschland" title="Geschichte der Juden in Deutschland">jüdischen Kaufleuten</a> wurden sie in Sklavenkarawanen nach Venedig oder Arles gebracht, von wo sie auf dem Seeweg nach <a href="Al-Andalus" title="Al-Andalus">al-Andalus</a> und weiter in den übrigen muslimischen Kulturraum importiert. Ein Teil wurde kastriert. Der Historiker <a href="Charles_Verlinden" title="Charles Verlinden">Charles Verlinden</a> nennt <a href="Verdun" title="Verdun">Verdun</a> eine „regelrechte ‚Fabrik‘ für Eunuchen“.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Osmanisches_Reich">Osmanisches Reich</h3></div>
<p>Der <a href="Serbien" title="Serbien">serbische</a> <a href="Janitscharen" title="Janitscharen">Janitschar</a> <a href="Konstantin_aus_Ostrovitza" title="Konstantin aus Ostrovitza">Konstantin aus Ostrovitza</a> beschreibt in seinem Werk <i><a href="Memoiren_eines_Janitscharen" title="Memoiren eines Janitscharen">Memoiren eines Janitscharen</a></i> einen Teilaspekt der <a href="Knabenlese" title="Knabenlese">Knabenlese</a> auf dem Balkan:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„<i>320 Knaben und 704 Weiber hielt der Sultan</i> (<a href="Mehmed_II." title="Mehmed II.">Mehmed II.</a>) <i>zurück; […] Von jenen anderen Knaben ließ er einigen auch die männlichen Glieder abschneiden, und einer von ihnen starb daran. Und so nennen die Türken sie </i>hadimlar<i>, das bedeutet Hämlinge, sie bewachen die Frauen des Sultans.</i>“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Konstantin aus Ostrovitza</span>: <cite style="font-style:normal">Memoiren eines Janitscharen</cite><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Die meisten Eunuchen des Osmanischen Reiches kamen jedoch aus Afrika. Sie bildeten im <a href="Harem" title="Harem">Harem</a> des Sultans die große Gruppe der „Schwarzen Eunuchen“, daneben gab es die „Weißen Eunuchen“. Eine der wichtigsten Personen im Harem war der oberste der Schwarzen Eunuchen (<i><a href="K%C4%B1zlar_A%C4%9Fas%C4%B1" title="Kızlar Ağası">Kızlar Ağası</a></i>). Dieser kontrollierte die Arbeit aller anderen Eunuchen, deren Aufgabe darin bestand, die Frauen des Harems zu unterrichten und für deren Körperpflege zu sorgen sowie Geldangelegenheiten des Harems zu regeln. Der <i>Kızlar Ağası</i> war auch das Bindeglied zwischen dem Harem und der Außenwelt.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahr 1651 verbündeten sich rebellische <a href="Sipahi" title="Sipahi">Sipahis</a> mit den Schwarzen Eunuchen des Harems, die die Ermordung <a href="K%C3%B6sem_Mahpeyker" title="Kösem Mahpeyker">Kösem Mahpeykers</a> arrangierten.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Chronist <a href="Ahmed_%C4%B0brahim_Resm%C3%AE" title="Ahmed İbrahim Resmî">Ahmed İbrahim Resmî</a> verfasste im Jahr 1749 sein Werk <i>Hamıletü'l-kübera</i>, eine biographische Auflistung aller Obersten Schwarzen Eunuchen des Sultans-Harems, von Mehmed Ağa (1574–1590) bis zu Moralı Beşir Ağa II. (1746–1752). 38 Eunuchen sind mit einer Kurzbiographie darin verzeichnet.
</p><p>Als am 24. April 1909 Truppen der <a href="Jungt%C3%BCrken" title="Jungtürken">Jungtürken</a> den Harem des abgesetzten Sultans <a href="Abd%C3%BClhamid_II." title="Abdülhamid II.">Abdülhamid II.</a> stürmten, hängten sie den Obereunuchen an eine Laterne der <a href="Galata_(Istanbul)" title="Galata (Istanbul)">Galatabrücke</a> und ließen die Sklavinnen und Eunuchen frei. Bei einer <a href="V%C3%B6lkerschau" title="Völkerschau">Völkerschau</a> in <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> vor dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> war eine Gruppe dieser Frauen und Eunuchen zu sehen.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Eunuchen_in_heutiger_Zeit">Eunuchen in heutiger Zeit</h2></div>
<p>Dass es auch heute noch Eunuchen gibt, ist bislang nur in <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> bei einem Teil der <a href="Hijra" title="Hijra">Hijras</a> zuverlässig nachgewiesen. Diese sind jedoch nach heutigem Verständnis meist transgeschlechtlich. Sie leiden unter einem geringen sozialen Ansehen, unter Diskriminierung (und sogar staatlichen Übergriffen sowie sexuellem Missbrauch), mangelnder sozialer Absicherung, Armut, Einsamkeit und sozialer Isolation.
</p><p>Manche Männer haben den Wunsch, sich einer Kastration zu unterziehen und als Eunuch weiterzuleben, wovon sich manche an semiprofessionelle Kastrateure oder „Mediziner“ wenden oder <a href="Selbstverst%C3%BCmmelung" title="Selbstverstümmelung">sich selbst verstümmeln</a>. Viele unterschätzen dabei den <a href="Verbluten" class="mw-redirect" title="Verbluten">Blutverlust</a> und das <a href="Infektion" title="Infektion">Infektionsrisiko</a>.
</p><p><i>Siehe auch:</i> <a href="Kastration#Rechtliche_Rahmenbedingungen" title="Kastration">Abschnitt <i>Rechtliche Rahmenbedingungen</i> im Artikel <i>Kastration</i></a>; „<a href="Skopzen" title="Skopzen">Skopzen</a>-Syndrom“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Familiärer_Eunuchoidismus"><span id="Famili.C3.A4rer_Eunuchoidismus"></span>Familiärer Eunuchoidismus</h3></div>
<div class="float-right hintergrundfarbe1 infobox-container" style="border:0.2ex solid #CCCCCC; margin:0.2ex 0.5ex;">
<table class="infobox toptextcells" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; padding:0; width:280px; line-height:130%;">
<tbody><tr class="darkmode-hintergrundfarbe-basis">
<th colspan="2" style="background:#99CCFF; color:#202122; text-align:center; font-size:115%; border:2px solid #99CCFF;">Klassifikation nach <a href="ICD-10" title="ICD-10">ICD-10</a>
</th></tr>
<tr>
<td style="min-width:8ex;">E23.0
</td>
<td>Hypopituitarismus
</td></tr>
<tr>
<td>E29.1
</td>
<td>Testikuläre Unterfunktion
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{03-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{04-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{05-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{06-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{07-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{08-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{09-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{10-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{11-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{12-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{13-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{14-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{15-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{16-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{17-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{18-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{19-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{20-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td><span style="display:none;">Vorlage:Infobox ICD/Wartung</span>
</td>
<td>{{{21BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="border-top:0.2ex solid #CCCCCC; padding:.4ex 1ex .4ex 0; text-align:center; vertical-align:top;"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://klassifikationen.bfarm.de/icd-10-who/kode-suche/htmlamtl2019/index.htm">ICD-10 online (WHO-Version 2019)</a>
</td></tr></tbody></table><div style="display:none;"></div></div>
<div class="float-right hintergrundfarbe1 infobox-container" style="border:0.2ex solid #CCCCCC; margin:0.2ex 0.5ex;">
<table class="infobox toptextcells" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; padding:0; width:280px; line-height:130%;">
<tbody><tr class="darkmode-hintergrundfarbe-basis">
<th colspan="2" style="background:#99CCFF; color:#000000; text-align:center; font-size:115%; border:2px solid #99CCFF;">Klassifikation nach <a href="ICD-11" title="ICD-11">ICD-11</a>
</th></tr>
<tr>
<td style="min-width:8ex;">5A61.0
</td>
<td>Hypopituitarismus
</td></tr>
<tr>
<td>5A81.1
</td>
<td>Testikuläre Unterfunktion
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="border-top:0.2ex solid #CCCCCC; padding:.4ex 1ex .4ex 0; text-align:center; vertical-align:top;">ICD-11: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://icd.who.int/browse/latest-release/mms/en">Englisch</a> • <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html">Deutsch (Entwurf)</a>
</td></tr></tbody></table>
</div>
<p>Selten kommt es vor, dass ein Junge von Geburt an unter <a href="Testosteron" title="Testosteron">Testosteronmangel</a> oder unter einer <a href="Androgenresistenz" title="Androgenresistenz">Androgenresistenz</a> leidet, so zum Beispiel beim <a href="Hypogonadismus" title="Hypogonadismus">Hypogonadismus</a> oder beim familiären Eunuchoidismus (beispielsweise das <a href="Pasqualini-Syndrom" title="Pasqualini-Syndrom">Pasqualini-Syndrom</a>). Auch die <a href="Effemination" title="Effemination">Verweiblichung</a> kann Symptome aufweisen, die den Folgen der Kastration ähneln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mythen_und_Legenden">Mythen und Legenden</h2></div>
<p>Viele Mythen und Halbwahrheiten ranken sich um dieses Thema. Einerseits sagte man Eunuchen oft <a href="Heimt%C3%BCcke" title="Heimtücke">heimtückisches</a> Verhalten und <a href="Intrige" title="Intrige">Intriganz</a> nach, andererseits galten sie schon unter <a href="Konstantin_I._(Rom)" class="mw-redirect" title="Konstantin I. (Rom)">Konstantin I.</a> als <a href="Loyalit%C3%A4t" title="Loyalität">loyal</a> (weil sie keine eigene <a href="Dynastie" title="Dynastie">Dynastie</a> gründen konnten und somit keine <a href="Rivalit%C3%A4t" title="Rivalität">Konkurrenz</a> für den Herrscher darstellten), als treu und aufrichtig, aber auch entbehrlich. Aus diesen Gründen umgaben sich manche Herrscher mit Eunuchen und betrauten sie mit politischen und militärischen Aufgaben.
</p><p><a href="Juvenal" title="Juvenal">Juvenal</a> schreibt in seinem Werk <i>Satiren</i>, dass einige Römerinnen <a href="Sklaven" class="mw-redirect" title="Sklaven">Sklaven</a> nach der Pubertät kastrieren ließen, um sie als <a href="Unfruchtbarkeit" title="Unfruchtbarkeit">sterile</a> Liebhaber zu gebrauchen. Der Legende nach waren Spätkastraten noch zur <a href="Erektion" title="Erektion">Erektion</a> und <a href="Geschlechtsverkehr" title="Geschlechtsverkehr">Penetration</a> fähig. Obwohl es bei ihnen durch einen <a href="Orgasmus" title="Orgasmus">Orgasmus</a> zur <a href="Sekret" class="mw-redirect" title="Sekret">Sekret</a>ausscheidung kommen konnte, enthielt dieses Sekret keine <a href="Spermien" class="mw-redirect" title="Spermien">Spermien</a>, so dass die Frauen keine Angst vor einer ungewollten <a href="Schwangerschaft" title="Schwangerschaft">Schwangerschaft</a> haben mussten. Außerdem sagte man diesen Eunuchen nach, dass ihr <a href="Penis" title="Penis">Penis</a> länger <a href="Erektion" title="Erektion">erigieren</a> könne als bei <a href="Mann" title="Mann">Männern</a>, die noch ihre <a href="Hoden" title="Hoden">Hoden</a> besitzen. Unter anderem deshalb schätzten manche Frauen Spätkastraten als Diener. Medizinisch betrachtet ist es durchaus möglich, dass ein kastrierter Mann in mehr oder weniger begrenztem Maße <a href="Erektion" title="Erektion">potent</a> bleibt, da auch die <a href="Nebennieren" class="mw-redirect" title="Nebennieren">Nebennierenrinde</a> eine geringe Menge an Testosteron bildet. Historisch gesehen handelt es sich jedoch bei Juvenals <i>Satire</i> vermutlich um eine Übertreibung des „<a href="Moral" title="Moral">unmoralischen</a>“ Lebenswandels einiger Römerinnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bekannte_Eunuchen">Bekannte Eunuchen</h2></div>
<ul><li>die zwei „<a href="Bagoas" title="Bagoas">Bagoas</a>“ im 4. Jahrhundert v. Chr., durch sie avancierte ihr Name in der römischen Antike zum Synonym eines Eunuchen</li>
<li><a href="Zhao_Gao" title="Zhao Gao">Zhao Gao</a> (3. Jahrhundert v. Chr.), <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">chinesischer</a> Obereunuch</li>
<li>(angeblich) <a href="Philetairos_(Pergamon)" title="Philetairos (Pergamon)">Philetairos</a> (3. Jahrhundert v. Chr.), erster Herrscher von <a href="Pergamon" title="Pergamon">Pergamon</a></li>
<li><a href="Potheinos" title="Potheinos">Potheinos</a> (1. Jahrhundert v. Chr.), <a href="Altes_%C3%84gypten" title="Altes Ägypten">ägyptischer</a> <a href="Politiker" title="Politiker">Staatsmann</a></li>
<li><a href="Cai_Lun" title="Cai Lun">Cai Lun</a> (50–121), chinesischer <a href="Minister" title="Minister">Minister</a></li>
<li><a href="Eutropios_(K%C3%A4mmerer)" title="Eutropios (Kämmerer)">Eutropios</a> († 399), erster und einziger Eunuch, der jemals das <a href="Consulat" class="mw-redirect" title="Consulat">Konsulat</a> erreichte.</li>
<li><a href="Narses" title="Narses">Narses</a> (490–574), <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">römischer</a> <a href="General" title="General">General</a></li>
<li><a href="A%C3%ABtios_(Eunuch)" title="Aëtios (Eunuch)">Aëtios</a>, byzantinischer Eunuch und Staatsmann unter Kaiserin <a href="Irene_(Kaiserin)" title="Irene (Kaiserin)">Irene</a> (regierte 797–802)</li>
<li><a href="Al-Mu'nis" class="mw-redirect" title="Al-Mu'nis">Al-Mu'nis</a> († 933), General der <a href="Abbasiden" class="mw-redirect" title="Abbasiden">Abbasiden</a></li>
<li><a href="Johannes_Orphanotrophos" title="Johannes Orphanotrophos">Johannes Orphanotrophos</a> (<a href="11._Jahrhundert" title="11. Jahrhundert">11. Jh.</a>), <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">byzantinischer</a> <a href="Minister" title="Minister">Minister</a></li>
<li><a href="Zheng_He" title="Zheng He">Zheng He</a> (1371–1433/1435), chinesischer <a href="Admiral" title="Admiral">Admiral</a> und bedeutender <a href="Seefahrt" title="Seefahrt">Seefahrer</a></li>
<li><a href="Wei_Zhongxian" title="Wei Zhongxian">Wei Zhongxian</a> (1568–1627), chinesischer Obereunuch und Gewaltherrscher</li>
<li><a href="Farinelli" title="Farinelli">Farinelli</a> (1705–1782), Sänger</li>
<li><a href="Caffarelli" title="Caffarelli">Caffarelli</a> (1710–1783), Sänger</li>
<li><a href="Aga_Mohammed_Khan" title="Aga Mohammed Khan">Aga Mohammed Khan</a> (1742–1797), <a href="Schah" title="Schah">Schah</a> von <a href="Iran" title="Iran">Persien</a>.</li>
<li><a href="Alessandro_Moreschi" title="Alessandro Moreschi">Alessandro Moreschi</a> (1858–1922), einziger Kastratensänger, von dem eine Tonaufnahme erhalten ist</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>A. Ezgi Dikici: <i>The making of Ottoman court eunuchs: Origins, recruitment paths, family ties, and ‘domestic production’.</i> In: <i>Archivum Ottomanicum.</i> Band 30, 2013, S. 105–136 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/5746954/_The_Making_of_Ottoman_Court_Eunuchs_Origins_Recruitment_Paths_Family_Ties_and_Domestic_Production_Archivum_Ottomanicum_30_2013_105-136">online</a>).</li>
<li>Christine Doran: <i>Chinese palace eunuchs: shadows of the emperor.</i> In: <i>NEBULA. A Journal of Multidisciplinary Scholarship.</i> Band 7, Nr. 3, Nebula Press, 2010.</li>
<li>Roswitha Gost: <i>Die Geschichte des Harems.</i> Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96044-4.</li>
<li>Frans Jonckheere: <i>L'Eunuque dans l'Égypte pharaonique.</i> In: <i>Revue d'Histoire des Sciences.</i> Band 7, Nr. 2, April–Juni 1954, S. 139–155 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.well.com/user/aquarius/pharaonique.htm">englische Übersetzung: <i>Eunuchs in Pharaonic Egypt.</i></a>).</li>
<li>Ulrike Jugel: <i> Politische Funktion und soziale Stellung der Eunuchen zur späteren Hanzeit.</i> Steiner, Wiesbaden 1976.</li>
<li>Shaun Marmon: <i>Eunuchs and Sacred Boundaries in Islamic Society.</i> Oxford University Press, New York / Oxford 1995, ISBN 0-19-507101-8.</li>
<li>Kathryn M. Ringrose: <i>The Perfect Servant. The Social Construction of Gender in Byzantium.</i> Chicago University Press, Chicago / London 2003, ISBN 0-226-72015-2 <small>(Verbreitung und soziale Bedeutung von Eunuchen in der Spätantike bzw. im frühen Byzanz [englisch]).</small></li>
<li>Piotr O. Scholz: <i>Der entmannte Eros. Eine Kulturgeschichte der Eunuchen und Kastraten.</i> Artemis & Winkler, Düsseldorf u. a. 1996, ISBN 3-538-07056-3.</li>
<li><a href="Dieter_Simon_(Rechtswissenschaftler)" title="Dieter Simon (Rechtswissenschaftler)">Dieter Simon</a>: <i>Lob des Eunuchen</i> (= Schriften des <a href="Historisches_Kolleg" title="Historisches Kolleg">Historischen Kollegs</a>, Vorträge, 24). München 1994 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/vortraege_pdf/Vortraege24_simon.pdf">Digitalisat</a>).</li>
<li>Yu Huaqing 余華青: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai renmin chubanshe, Shanghai 1993.</li>
<li>Fariba Zarinebaf-Shar in: Jonathan Dewald (Hrsg.): <i>Europe 1450 to 1789: encyclopedia of the early modern world.</i> Band 3: <i>Gabrieli to Lyon.</i> Charles Scribner’s Sons, New York 2004, ISBN 0-684-31200-X.</li>
<li>Hiroshi Wada: <i>Überlegungen zum Eunuchenwesen am spätantiken und byzantinischen Kaiserhof.</i> In: Cordula Scholz, Georgios Makris (Hrsg.): <i>Polypleuros nous. Miscellanea für Peter Schreiner zu seinem 60. Geburtstag</i> (= <i>Byzantinisches Archiv.</i> Band 19). Saur, München/Leipzig 2000, ISBN 3-598-77742-6, S. 395–403.</li>
<li>Hiroshi Wada: <i>„Eunuchen um des himmlischen Königreichs willen“ in Byzanz?</i> In: <i>Orient.</i> <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221884-1392%22&key=cql">1884-1392</a></span></span> (The Society for Near Eastern Studies in Japan) Band 41, 2006, S. 5–19, <a href="https://doi.org/10.5356/orient.41.5" class="extiw external" title="doi:10.5356/orient.41.5">doi:10.5356/orient.41.5</a> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.jstage.jst.go.jp/article/orient/41/0/41_5/_pdf">Volltext als PDF-Datei</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Eunuchs?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Eunuchen</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Eunuch" class="extiw external" title="wikt:Eunuch">Wiktionary: Eunuch</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Filippo Carla-Uhink: <i>Crossing Gender. Transvestismus im römischen Kaisertum als Strategie zur Konstruktion von Ungleichheit.</i> In: Antje Dresen, Florian Freitag (Hrsg.): <i>Crossing. Über Inszenierungen kultureller Differenzen und Identitäten.</i> transcript, Bielefeld 2017, S. 11–38; hier: S. 25–27.</span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/1999734.stm"><i>Dig reveals Roman transvestite.</i></a> Bericht über den Fund des Skeletts einer Kybele-Priesterin in Yorkshire. In: <i>news.bbc.co.uk.</i> 21. Mai 2002,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 12. November 2019</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AEunuch&rft.title=Dig+reveals+Roman+transvestite&rft.description=Dig+reveals+Roman+transvestite&rft.identifier=http%3A%2F%2Fnews.bbc.co.uk%2F2%2Fhi%2Fuk_news%2Fengland%2F1999734.stm&rft.date=2002-05-21&rft.language=en"> </span></span>
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Vivian Silver).</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20120226105214/http://www.pucl.org/Topics/Gender/2004/transgender.htm"><i>Human Rights violations against the Transgender Community: A Study of Kothi and Hijra Sex Workers in Bangalore – Sept. 2003.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Februar 2012 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i>pucl.org.</i> Januar 2004, abgerufen am 10. November 2019 (englisch).</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Rajesh Talwar: <i>The Third Sex and Human Rights.</i> Gyan Publishing House, New Delhi 1999, ISBN 81-212-0642-1, S. ??.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">R. B. Towle, L. M. Morgan: <i>Romancing the Transgender Native: Rethinking the Use of the “Third Gender” Concept.</i> In: S. Stryker, S. Whittle: <i>Transgender Studies Reader.</i> Routledge, New York / London 2006, S. ??.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 19.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Terminologie siehe Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 9 f.</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 10.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">U. Jugel: <i>Politische Funktion und soziale Stellung der Eunuchen zur späteren Hanzeit.</i> Wiesbaden 1976, S. 182; Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 12.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 468.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">C. Doran: <i>Chinese palace eunuchs: shadows of the emperor.</i> 2010, S. 18.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Pu Yi (Hrsg.): <i>Ich war Kaiser von China.</i> (Übersetzung von Richard Schirach und Mulan Lehner) Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2004, ISBN 3-423-20701-9.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Yu Huaqing: <i>Zhongguo huanguan zhidushi.</i> Shanghai 1993, S. 451.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Jesaja" title="Jesaja">Jesaja</a> Kapitel 56, Vers 3–5 (<a href="Jesaja" title="Jesaja"><span style="white-space:nowrap;">Jes</span></a> 56,3 ); siehe auch <a href="Weisheit" title="Weisheit">Weisheit</a>, Kapitel 3, Vers 14 (<a href="Buch_der_Weisheit" title="Buch der Weisheit"><span style="white-space:nowrap;">Weish</span></a> 3,14 ).</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Etienne Gilson, S. Thieme-Paetow: <i>Heloise und Abälard. Zugleich ein Beitrag zum Problem des mittelalterlichen Humanismus.</i> Herder, Freiburg 1955, S. 66, zitiert nach der Forschungsdatenbank <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140810033858/http://www-app.uni-regensburg.de/Fakultaeten/PKGG/Philosophie/Gesch_Phil/alcuin/philosopher.php?id=1710">Alkuin</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww-app.uni-regensburg.de%2FFakultaeten%2FPKGG%2FPhilosophie%2FGesch_Phil%2Falcuin%2Fphilosopher.php%3Fid%3D1710">Originals</a></span> vom 10. August 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www-app.uni-regensburg.de/Fakultaeten/PKGG/Philosophie/Gesch_Phil/alcuin/philosopher.php?id=1710">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www-app.uni-regensburg.de/Fakultaeten/PKGG/Philosophie/Gesch_Phil/alcuin/philosopher.php?id=1710">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www-app.uni-regensburg.de</span> der Universität Regensburg (aufgerufen am 28. Oktober 2014)</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Charles Verlinden: <i>Ist mittelalterliche Sklaverei ein bedeutsamer demographischer Faktor gewesen? </i> In: <i><a href="Vierteljahrschrift_f%C3%BCr_Sozial-_und_Wirtschaftsgeschichte" title="Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte">Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte</a></i> 66. Heft 2 (1979), S. 153–173, hier S. 159.</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Roswitha Gost: <i>Die Geschichte des Harems.</i> Düsseldorf 2002, S. 261–263.</span>
</li>
</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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